Heft 22

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Der Autor

Beat Fastnacht ist seit 21 Jahren mit Gaby verheiratet. Sie haben eine Tochter (16) und zwei Söhne (beide 14). Beat ist Unternehmer mit eigenen Kleinfirmen auf dem Gebiet der medizinischen Diagnostik und Hygienekontrolle und Präsident der Stiftung deStarts (Motivationsprogramm für arbeitslose Jugendliche). Familienhobbys: Golf und Skifahren. 1995 machte er einen Neustart mit dem eigenständig gefassten Entschluss zur umfassenden Abhängigkeit von Jesus Christus.

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Wirtschaft

Gottlose Wirtschaft hat keine Zukunft

// In vielen Köpfen herrscht die Vorstel­lung, dass sich die biblischen Anweisun­gen mit unserer modernen Wirtschafts­welt nicht vertragen. Dabei ist Arbeit und – damit verbunden – wirtschaftlicher Er­folg der grundlegende Auftrag Gottes an den Menschen (vgl. 1. Mose 1, 28)! Der Kapitalismus basiert auf dem göttlichen Prinzip von Säen und Ernten (vgl. 2. Korinther 9, 6). Eine Investition an Geld, Zeit und Ressourcen wird stets im Glauben an die Vermehrung der eingesetzten Mittel vor­genommen. Die Menschheit realisiert, dass unsere Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer die herrschenden, bedrohli­chen Prozesse weder rückgängig machen noch stoppen können. Auf der Suche nach sicheren Werten finden viele Menschen zu den Grundlagen der Bibel zurück (vgl. Amos 8,11). Dieser Trend ist seit dem 11. September, dem Tsunami und Hartz IV noch stärker spürbar. Menschen in Ver­antwortung, sowohl aus Wirtschaft, Wis­senschaft, Politik und Medien, erkennen die unersetzbaren Werte des Glaubens an Jesus Christus.1

Ist-Zustand in der (Wirtschafts-) Welt
Im Arbeitsalltag sind Stehlen (von klei­neren Sachen wie Bürogeräten, Werkzeug etc.), Lügen (im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten etc.), Betrügen (Lohn beziehen für nicht geleistete Arbeit), Mob­ben (Verleumdung, bösartige Nachrede etc.) und Sexaffären normale, tolerierbare Vergehen.2 Die Wirtschaftskriminalität (Unterschlagung, Veruntreuung, Korrup­tion, Erpressung, Geldwäsche, Cybercri­me etc.) verursacht allein in Europa jährli­che Schäden von 2 Milliarden Euro.3 Auf die Studie, wie hoch die Schäden sind, die durch ungetreue, unverantwortliche Ge­schäftsführung entstanden sind, warten wir noch.

Die hohe Geschwindigkeit der Wirt­schaftsentwicklung und die enormen Anforderungen führen immer häufiger zu psychischen Beschwerden, Krankheiten, Abhängigkeiten, Schlaflosigkeit, Ehe- und Familienkrisen. »Prozesse, die immer schneller und größer werden, enden in einer Katastrophe« (Hans-Peter Dürr, Atomphysiker).­­4

Zum allgemeinen Wertezerfall gesellen sich folgende, kaum bremsbare Entwick­lungen mit globalen Auswirkungen und unabsehbaren Folgen: Klimaveränderung, Umweltvergiftung, Ressourcenschwund, Nord/Süd-West/Ost-Gefälle, kriegerische Auseinandersetzungen, Verarmung, Hun­ger- und Wassernot, Arbeitslosigkeit, Kri­minalität, Vereinsamung und Zukunfts­angst. Hat die bisherige technologische und wirtschaftliche Weiterentwicklung Lösungen gebracht? Sind die eingeleite­ten Maßnahmen genügend (Rio, Kyoto, Bonn)?5 Dient diese Wirtschaft unserer Gesellschaft?

Die ersten Gegenreaktionen sind erkenn­bar. Suche nach neuen Lebensqualitäten, Slow-Life, Slow-Food, Work/Life-Ba­lance, neue Mütterlichkeit etc. Kann die Sehnsucht der Menschen nach Liebe, Ge­borgenheit, Sicherheit und Zufriedenheit ein Umdenken bewirken?

Die Bibel – ein Wirtschaftshandbuch?6
Das Wort Gottes ist dem Menschen aus vielen Gründen gegeben. Die Bibel bestä­tigt die Wirklichkeit und Gültigkeit von Gottes Gesetz. Es ist der Standard für un­sere Handlungen. Somit ist es unser wich­tigstes Werkzeug für Kosten-Nutzen-Ana­lysen. Es handelt sich dabei um ein Kosten senkendes Werkzeug, denn es liefert uns universale Richtlinien, auf die man sich verlassen kann. Mit anderen Worten: Das Wort Gottes ist dem Menschen gegeben, um Verschwendung zu verhindern. Gott ist der souveräne Besitzer der Welt (Psalm 50, 12) und erwartet von uns, dass wir als Verwalter seines Eigentums effizient, ehr­­lich, klug und fleißig arbeiten – eine natürliche Erwartungshaltung, die wir z. B. ­­auch gegenüber unseren Mitarbeitern haben.

In der Bibel ist den Menschen ein kapita­les Vermögen anvertraut, das die Kosten der teuersten und entscheidendsten aller knappen wirtschaftlichen Ressourcen re­duziert: Information! Wenn wir uns auf Gottes Anweisungen verlassen, werden unvorstellbare Ressourcen an Zeit, Leis­tung und Geld freigesetzt. Die Ablehnung von Gottes Anweisungen ist die Ableh­nung einer unerschöpflichen Wissensquel­le. Wir ersetzen verlässliche Erkenntnisse durch empirische Tests. Zwischenzeitlich haben wir unserer Fähigkeit, zu testen, großen Wert beigemessen. Die Kosten für diesen Irrtum sind astronomisch.

Bei diesem Testen hat die Angst, den Anschluss zu verpassen, zu spät zu sein, Marktanteile und Macht zu verlieren, ei­nen großen Einfluss gehabt. Diese Angst ist auch verantwortlich für die hohe Ent­wicklungs- und Erneuerungs-Geschwin­digkeit in der heutigen Wirtschaftswelt. Sozusagen alle bisherigen bahnbrechen­den Erfindungen waren und sind immer noch äußerst mangelhaft. Wir haben uns nie Zeit genommen (abgesehen davon, dass uns dafür das Wissen fehlt), über die möglichen Auswirkungen nachzu­denken. Die CO-2- und Ozonbelastung, Luft- und Wasservergiftung sowie BSE sind nur einige wenige Beispiele dafür. Welche Auswirkungen werden gentech­nologisch veränderte Lebensmittel, Zellen oder Tiere auf Mensch und Lebensraum haben? Albert Einstein hat sinngemäß ge­sagt: »Das Wissen, das zu einer neuen Er­findung führte, reicht nicht aus, um die daraus entstehenden Folgen wieder rück­gängig zu machen.«

Wahrheit!
Ist es nicht an der Zeit, ehrlich zu werden? Zuzugeben, dass das vorgelegte Tempo zu hoch ist?

Wir haben, im Drang nach wertfreier Selbstverwirklichung, aus Gewinnsucht, Machtgehabe, Eitelkeit und Stolz Dinge gemacht, die wir eigentlich nicht hätten machen dürfen.

Es ist uns zu wünschen, dass wir Mut, Zeit und Kraft finden, um einen grund­legenden, persönlichen Transformations­prozess einzuleiten!

Veränderung beginnt bei mir!
»Die große Zahl der Weltverbesserer be­weist, dass es nichts Einfacheres gibt, als die Welt zu verbessern. Viel schwieriger hingegen scheint es zu sein, sich selbst zu verbessern, was die weitaus kleinere Zahl der Selbstverbesserer beweist. Jedoch ist die Selbstverbesserung der sicherste und vermut­lich einzige Weg, die Welt zu verbessern. Es ist der christliche Weg der Demut, mit der Weltverbesserung nicht berühmt werden zu wollen« (Max Thürkauf, 1925-1993, Prof. für physikalische Chemie).7

Unser persönlicher Auftrag
Abgekürzt heißt Gottes Auftrag an uns (nach 1. Mose 1, 28):
• »Seid fruchtbar«, d. h., unsere Arbeit soll neue, wertvolle und nachhaltige Wer­te schaffen und uns Reichtum generieren (Grund- und Wohneigentum, Geld etc.).
• »Vermehrt euch«, d. h., diesen Reichtum, verbunden mit Wohlstand (Fähigkeiten, Charaktereigenschaften, Lebensweisheit etc.) an die nächsten Generationen wei­terzugeben, damit sie lernen und fähig werden, mit dem vererbten Reichtum umzugehen.
• »Und macht euch die Erde untertan«, d. h. wir sollen Sorge tragen für sie, denn die Erde ist der einzige Ort im Univer­sum, auf dem wir unbehindert leben kön­nen.

Gute Verwalter und Regierende
Gott schuf uns Menschen als sein Eben­bild und schloss mit uns einen Regie­rungsbund (1. Mose 1, 26–28).

Er setzt uns ein, um mit seiner Hilfe und Anweisung die Erde zu verwalten und zu regieren. Es ist seine Liebeserklärung an uns. Es ist sein Angebot, uns mit der er­teilten Aufgabe nicht allein zu lassen. Er lädt uns in eine persönliche Beziehung zu IHM ein, aus der heraus wir Weisheit und Kraft für die Erfüllung unseres Auftrags schöpfen können. Wir verstehen diese Liebeserklärung eher mit dem Herzen als mit dem Verstand. Wir sollten also ver­suchen, möglichst gute Verwalter zu wer­den. Das Training beginnt bei uns selbst.

Als »Besitzer« unseres Körpers müssen wir lernen, damit möglichst sorgsam um­zugehen. Dazu kommt die Familie. Als Ökonom (griech. oikonomos = Haus­haltsvorsteher) haben wir da ein weiteres Übungsfeld. Schlussendlich kommt die Zusammenarbeit mit anderen Menschen.

Bei allen Aufgaben begegnen uns Proble­me, die wir mit Kreativität, Mut, Beharr­lichkeit und Geduld zu lösen versuchen. Je hoffnungsloser die Situationen werden, desto eher sind wir bereit, uns mit Gott in Verbindung zu setzen. Dies ist der einzi­ge wirklich gangbare Weg. Allein aus uns heraus, trotz unseren Fähigkeiten und un­serem Wissen, werden wir nie gute Ver­walter sein. Wir sind hilfsbedürftig.

Der Lohn
Als Menschen, die ihre Hilfsbedürftigkeit erkannt und sich von Gott abhängig ge­macht haben, ist uns das ewige Leben als kostbares Gut gewiss. Das ist aber noch nicht alles, denn Gott wird unseren Ein­satz als seine treuen Verwalter auf Erden nach unserem Tod unvorstellbar reich be­lohnen. So hat unser Leben schon jetzt ei­nen tiefen Sinn mit Ewigkeitscharakter.

Es ist äußerst verwunderlich, welchen Aufwand wir Menschen an unserem Ar­beitsplatz, in der Politik, im Sport oder sonst wo betreiben, um zu Ansehen, Macht und Geld zu kommen.

Dem Götzen Mammon opfern wir – oft bedenkenlos – die eigene Gesundheit, Fa­milie und schlussendlich das Wertvollste: fast unsere gesamte Zeit! Was wir dafür an Lohn, Ansehen und Macht einkassie­ren, wird spätestens mit dem Tod wert- oder nutzlos.

Es ist unerklärlich und zugleich verwun­derlich, dass sich die Ambitionen und das Streben von vielen erfolgreichen Karriere­menschen nur auf weltliche, vergängliche Dinge ausrichten.

Ist der Mensch und mit ihm die ganze Schöpfung wirklich nur ein Produkt des Zufalls? Was spricht dafür, dass es diesen Gott nicht gibt? Wenn es Ihn nicht gäbe, was ist der Sinn unseres Lebens und Ster­bens? Hat sich dieser überragend geniale Schöpfer-Gott wirklich keine Gedanken darüber gemacht, wie es nach dem Tod weitergeht?

Möchten Sie ihrem Leben einen Sinn mit Ewigkeitscharakter geben? Ein unvorstell­bar erfülltes, faszinierendes, spannendes Leben in Frieden leben?

Gott wartet auf Sie!

Das Angebot
Gott kennt uns, weiß sogar, wie viele Haare wir auf unserem Kopf haben (Matthäus 10, 30) und möchte mit uns in einer per­sönlichen Beziehung leben. Die meisten Menschen haben Mühe, dieses Angebot zu verstehen und anzunehmen. Es ist eine Beleidigung für den menschlichen Intel­lekt.

Gott hat uns seinen Sohn, Jesus Christus, als Botschafter gesandt. Er sagt: »Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr nie in das Reich Gottes« (Matthäus 18, 3). Dieses Angebot wird konkretisiert durch den Tod und die Auf­erstehung von Jesus Christus, der durch sein stellvertretendes Opfer die Beziehung zu Gott ermöglicht. Dieses stellvertreten­de Opfer ist das Angebot, das wir anneh­men dürfen und aus dem die Beziehung zu Gott resultiert. Eine enorme Heraus­forderung, aber auch eine enorme Chan­ce! Haben Sie den Mut, den Weg zum ewigen Leben zu wählen!? Dann sagen sie jetzt: »Ja, Herr Jesus Christus, ich nehme dein Angebot an und bitte um Vergebung für meine bisherigen Verfehlungen. Ich will umkehren und nach den Geboten Gottes aus der Bibel leben. Amen.«

Gott wird Ihr Gebet ernst nehmen. ///

 

1 Ein Beispiel hierfür ist das Buch von Peter Hah­ne: Schluss mit lustig. Das Ende der Spaßgesellschaft (St.-Johannis-Druckerei 2004).

2 Laut der Studie »The day USA told the truth«.

3 Laut der PwC-Studie »Wirtschaftskriminalität in Europa«.

4 In: Handelszeitung, Schweizer Wochenblatt für Wirtschaft und Management (www.handelszeitung.ch).

5 Wer darüber mehr wissen will, kann z. B. den kurzen Artikel »Der lange Weg zum Klimaschutz« im Internet lesen unter http://www.wdr.de/themen/forschung/umwelt/kyoto/geschichte_050215.jhtml(Anm. d. Red.).

6 Vgl. die folgenden Gedanken: Gary North: Do­minion Covenant: Genesis (Christian Liberty Press 1987).

7 In: Max Thürkauf: Christuswärts (Christiana-Ver­lag 2000).

 

Von Beat Fasnacht empfohlene und verwendete Literatur zum Thema Wirtschaft:
• Buchholz, Siegfried: Gottes Grenzgänger zwischen Management und Menschlichkeit. (Haenssler 2001)
• Handy, Charles: Die anständige Gesellschaft (Bertelsmann 2002)
• Jones, Laurie Beth: Jesus Christus, Manager (Signum 2001)
• Marshall, Rich: God@work (Down to Earth)
• North, Gary: Dominion Covenant: Genesis (Christian Liberty Press 1987)
• Peacocke, Dennis: Doing Business God’s Way (Rebuild 2005)
• Pitts, Earl u. a.: Mäuse, Motten und Mercedes. Biblische Prinzipien für den Umgang mit Geld (Campus für Christus)
• PriceWaterhouseCoopers (PwC): Studien und andere Publikationen (www.pwc.de)
• Rohrmoser, Günter: Geistige Wende (Olzog 2000)
• Silvoso, Ed: Business (Down to Earth)
• Suter, Heinz, Gmür, Marco (u. a.): Businesspower für Gottes Ziele. Wie Unternehmer zu Missionaren werden und umgekehrt (Haenssler-Verlag 1997)
• Thürkauf, Max: Christuswärts (Christiana-Verlag 2000)
• Von Kunhardt, Juliane und Gert: Was, wenn’s doch stimmt? (Brunnen-Verlag 2000)

Von Beat Fasnacht empfohlene Schulung:
• Schule für biblische Prinzipien in der Geschäftswelt (www.ibrnet.ch)