Heft 25

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Der Autor

Benjamin Finis (22), lebt im schönen Schwarzwald und studiert BWL an der FH Pforzheim. Sein ausgeprägtes politisches Bewusstsein mündet in der aktiven Mitgliedschaft bei einer großen Volkspartei. Bei JMS Altensteig engagiert er sich im Jugendleitungsteam. Sein Herz schlägt für junge mündige Christen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

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Einleitung Heftthema

Macht Geld glücklich?

// Der Volksmund sagt, dass man über Geld nicht spricht. Die eigene Erfahrung und viele Predigten jedoch sagen, dass Geld be­sonders für Männer ein echter Stolperstein werden kann und daher ein transparenter Umgang mit diesem Thema unbedingt er­forderlich ist. Die Krakenarme des Mam­mon stellen Verantwortlichen (männlich wie weiblich) und ›Normalbürgern‹ hinter­listige Fallen und sorgen so manches Mal für hoffnungslose Verstrickungen, die in einem absoluten Chaos enden.

Hast du was – bist du was
In unserer konsumorientierten Gesell­schaft ist es von entscheidender Bedeu­tung genug Geld zu haben. Nur mit viel Geld kannst du den Trends in Mode, Technik und Urlaubsort folgen. Es wird dir in jeder Werbung suggeriert, dass du nur so glücklich werden kannst. Solltest du einmal einer Verlockung widerstehen, so landest du ja in einem unbefriedigten Zustand, du lebst ohne die volle Dröh­nung oder soll ich besser sagen Erfüllung?

Wir alle wissen aus unzähligen Büchern, Interviews und Artikeln, dass Geld allein nicht glücklich macht. All jene Promis, die mit Geld um sich werfen könnten und ein glückliches Leben führen müssten, drücken jene Leere aus, die das ›Glück‹ begleitet. Aber warum eifern wir dann so sehr danach?

Jesus sagt sogar: »Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt« (Matthäus 19, 24). Die Sache wird also immer unlogischer. Wie kommen wir dazu, der Beschaffung von Geld einen so hohen Stellenwert einzuräumen? Siehe Matthäus 6, 33: »Kümmert euch zuerst um das Reich Gottes, und so wird euch alles andere zufallen.« Aber kann es wirk­lich so einfach sein?

Mein persönliches Zeugnis
In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass mein Bafög nicht reicht, um meine Ausgaben zu decken. Durch mein viel­fältiges ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde und darüber hinaus kam aber ein Aushilfsjob neben dem Studi­um nicht in Frage. Ob ihr es glaubt oder nicht – nach dieser Erkenntnis vergingen nicht einmal zwei Monate und ich hatte ein finanzstarkes Stipendium in der Ta­sche. Gott hat mich versorgt, meine Not ist ihm wichtig!

Ich habe aber gemerkt, wie Gott mich in diesem Prozess immer wieder heraus­gefordert hat, meine Haltung zum Geld zu überdenken. Mache ich mir Sorgen, ob ich genug Geld habe? Lasse ich mich zu Investitionen hinreißen, wenn ich ei­gentlich kein Geld habe? Gehe ich verant­wortlich mit dem Geld um, das ich habe?

Die Artikel in diesem Heft sollen dich provozieren, aufrütteln und ins Nach­denken bringen. Wir wünschen dir, dass du mit Gott, mit dir selbst und Freunden über ein Thema ins Gespräch kommst, das an Brisanz nicht zu überbieten ist. Lass dich herausfordern!

Who wants some money?
Eine lustige Geschichte zum Schluss, die ausdrückt, wie man auch mit Geld umge­hen kann (Tageszeitung vom 22.06.06): »London. Ein unbekannter Menschen­freund hat in Aberystwyth in Wales rund 20.000 Pfund (30.000 Euro) auf Passan­ten herabregnen lassen. ›Wer will Geld geschenkt haben?‹, soll vorher mehrfach eine Stimme gerufen haben. So gut wie alle, die in der Gegend waren, bekunde­ten lebhaftes Interesse. So mancher raffte mehrere Hundert Pfund zusammen. Der Spender verschwand laut Polizei uner­kannt.« ///